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5 Fragen an: Marc Breidbach Senior Social Media Manager

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Social Media Manager war noch kein Berufsbild als Marc in die Branche eingestiegen ist.

Heute hat sich der Beruf des Social Media Managers etabliert und das Aufgabenspektrum weiter ausdifferenziert.

Ich habe Marc mal ein paar Fragen gestellt.

Wenn Du jemandem große Gefühle via Social Media mitteilen müsstest: via Emoji oder GIF?

Gefühle und Social Media ist ja so ´ne Sache. Funktioniert wahrscheinlich genauso gut wie Ironie. Und dann auch noch via Emoji oder GIF? Würde das vermutlich eher mit einem Song machen. Aber ich versuch´s mal 😉

via GIPHY

Die #rp19 liegt hinter uns. An was kannst Du Dich noch erinnern?

Da ich nicht dabei war: an nichts! Spaß beiseite. Ich war nicht da, hab die #rp19 aber ein wenig über Twitter verfolgt.

Das, was ich gesehen habe, war sehr positiv. Klar, es gibt immer Vorträge, in die man mit hohen Erwartungen geht und dann ist es etwas nach dem Motto „YouTube für Anfänger“ (ist mir mal passiert). Aber auf welcher Konferenz gibt es das nicht?

Du bewegst Dich schon „Urzeiten“ in einer Branche, die sich rasant entwickelt. Wie hat sich der Umgangston in Social Media verändert?

Ich bin jetzt seit ca. 10 Jahren auf Twitter unterwegs. In den Anfangsjahren war das alles noch sehr positiv. Man hat sich gegenseitig unterstützt, viel diskutiert (ohne Häme oder Zorn) und natürlich viel gelacht.

In den letzten Jahren ist das Lachen irgendwie weniger, Häme dagegen mehr geworden.

Twitter ist inzwischen sehr politisch und damit leider auch aggressiver geworden. Fakten spielen in vielen Diskussionen kaum noch eine Rolle.

Gute, inspirierende Diskussionen finde ich kaum noch.

Klar, das liegt natürlich auch an der eigenen Timeline. Aber grundsätzlich beobachte ich das auch auf Facebook und allen anderen Kanälen.

Eine pauschale Lösung habe ich nicht, aber ich befürchte, dass es noch schlimmer werden wird. So lange es Parteien nicht schaffen sich auf die Jugend einzulassen, überlassen sie das Feld der Fake-News-Partei (ihr wisst schon, wen ich meine). Und das wird noch ein großes Problem werden.

Du entschleunigst regelmäßig in einer berüchtigten Metal-Kneipe. Wie wichtig ist eine Auszeit von Facebook und Co.?

Enorm wichtig! Ich denke, es ist gerade in unserer Branche wichtig, über den Tellerrand zu schauen, sprich:

Redet mit Leuten die nichts mit Social Media zu tun haben. Ihr werdet einen ganz anderen Blick darauf bekommen, was im Netz eigentlich abgeht.

Ich habe den Eindruck, dass es sich viele sehr gemütlich machen in ihrer Filterblase. Sie glauben dann, das, was z. B. Leute auf Twitter sagen, sei die mehrheitliche Meinung in Deutschland.

Tja, das kann man so sehen, ist es aber in den seltensten Fällen.

Und was die „berüchtigte Metal-Kneipe“ betrifft: Wer montagabends (bin ich in der Regel immer da) Zeit und Lust hat, mich zu treffen, kann gerne vorbeikommen. Paules Metal Eck in Berlin-Friedrichshain.

Du engagierst Dich schön länger im Rahmen des WelcomeCamps Berlin. Wie kann Digitalisierung dabei helfen, Flüchtlinge zu integrieren? Wie wichtig ist dabei Social Media?

Wichtiges Thema. Für die meisten Geflüchteten ist das Handy die einzige Möglichkeit, Informationen zu bekommen oder etwas von Verwandten/Bekannten aus der Heimat zu hören. Sie sind also schon in den gängigen Social Networks.

Ich denke aber, dass eine Integration nur funktionieren kann, wenn man dafür im „real life“ etwas tut.

Klar, man kann via Social Media auf Angebote, Veranstaltungen usw. hinweisen oder auch Hilfestellungen geben. Was auch wichtig ist.

Aber wie integriert man sich? Ich glaube mit gutem Willen von beiden Seiten. Man müsste Angebote schaffen wie Deutschunterricht, zusammen Behördengänge erledigen, bei der Jobsuche helfen, vielleicht auch einfach mal einen Geflüchteten zum Essen einladen oder einfach nur reden.

Für vieles davon kann man digitale Angebote schaffen, klar, aber ist es nicht genauso wichtig oder sogar noch wichtiger das zusammen zu machen?

Genau deshalb finde ich auch das WelcomeCamp Berlin so wichtig. Hier treffen die digitale und reale Welt aufeinander und es wird nach Lösungen gesucht, beides zu vernetzen und sich auch auszutauschen.

Über Marc Breidbach

Marc Breidbach ist Senior Social Media Manager in einem Unternehmen. Er ist dort für Monitoring und Analytics zuständig und „geistert“ eigentlich den ganzen Tag im Internet herum.

Marc ist Teammember des WelcomeCamp Berlins.

2015 gehörte er zu den Preisträgern des Digital Communication Award in der Kategorie „Monitoring & Evaluation“.

Wer sich mit Marc connecten möchte, kann dies hier tun: Linkedin.com oder auf Twitter, Instagram

Weitere 5 Fragen an: Barbara Liebermeister, Tobias Heining, Thede Smidt, Tobias Kremkau, Robert Levenhagen, Ralf Rattay

Reinhardt Neuhold
Manchmal Speaker, meistens Zuhörer. Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer von Agentur Gerhard.
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Kommentare
Henry
Cool, den Typen würde ich gern mal kennenlernen. ;) Grüße nach Berlin Jungs!
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