Schweizerisches Rotes Kreuz
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Digitalstrategie

Als größte humanitäre Organisation der Schweiz hat das SRK bereits früh die Potenziale der Digitalisierung und Veränderungen in den Anforderungen an Unterstützungsangebote erkannt. Deshalb hat die Organisation die Notwendigkeit gesehen, nochmals einen Schritt zurück zu machen und eine Digitalstrategie zu entwickeln. Wir wurden mit deren Erarbeitung beauftragt.

Aufgabe

Die Digitalstrategie sollte Antworten und Handlungsoptionen für wegweisende Fragestellungen aufzeigen – und damit die Digitale Transformation der Non-Profit-Organisation vorantreiben:

  • Was verändert die Digitalisierung konkret für das SRK – für die Organisation, ihre Tätigkeitsbereiche?
  • Welcher Mehrwert kann durch die neuen digitalen Möglichkeiten für verletzliche Personen geschaffen werden?
  • Welche digitalen Services sind möglich?
  • Welche Angebote muss das SRK in Zukunft anbieten, um seine Position im sozialen Sektor auch in Zukunft sicherzustellen?
  • Wie können digitale Technologien, die Organisation bei der Koordination von Freiwilligen unterstützen?
  • Wie kann die Zusammenarbeit durch digitale Mittel verbessert werden?
  • Wie kann die Organisation sich zukunftsfähig aufstellen, damit sie auch im digitalen Zeitalter ihre Aufgaben wahrnehmen kann?

Umsetzung

Gemeinsam mit der SRK-Geschäftsstelle haben wir zu Beginn eine Roadmap für die Entwicklung der Digitalstrategie erarbeitet, die der weit verzweigten Organisation mit lokal ansässigen Kantonalverbänden gerecht wurde.

Analyse des Status quo und Umfeldes

Bei der Erarbeitung der Digitalstrategie standen zwei Perspektiven im Fokus – die interne und die externe. Die digitalen Möglichkeiten können sowohl interne Herausforderungen lösen, als auch auf die veränderten externen Rahmenbedingungen einzahlen.

Mittels Befragungen verschiedenster interner und externer SRK-Akteure wurden Herausforderungen und Potenziale identifiziert. Daraus ergaben sich Handlungsbedarfe in u.a. diesen Bereichen:

Effizienz und Effektivität der Organisation:

  • Ausbau der Digital-Expertise
  • Stärkung der organisationsweiten, synergetischen Zusammenarbeit
  • Konsolidierung der IT-Infrastruktur
  • Ausbau der digitalen Services für die Zielgruppen

Erkenntnisse aus vertiefenden Analysen:

 

Sozialer Sektor wird zum Markt: Das SRK als Akteur des sozialen Sektors ist zunehmend in einem wettbewerbsgetriebenen Markt angesiedelt. Die Digitalisierung begünstigt beispielsweise ein rasantes Wachstum an Social Entrepreneurs, die insbesondere digitalbasierte Lösungen für soziale und gesellschaftliche Herausforderungen offerieren.

Digitale Plattformen übernehmen traditionelle Funktionen von gemeinnützigen Akteuren: Klassischerweise bringen humanitäre Organisationen verletzliche Personen und Helfer:innen, wie Freiwillige, zusammen. Diese Vermittlungsfunktion übernehmen inzwischen zunehmend digitale Matching-Plattformen.

Organisationsunabhängig engagiert: Waren humanitäre Organisationen früher noch die erste Anlaufstelle für potenzielle Freiwillige, verlieren sie an Relevanz als Enabler für freiwilliges Engagement. Über digitale Plattformen und Kontaktpunkte können Interessierte, Engagementmöglichkeiten selbst finden oder direkt Kontakt zu Unterstützungssuchenden aufnehmen.

Nutzung des strategisches Frameworks

Um der Komplexität der Erkenntnisse gerecht zu werden, verwendeten wir, die von uns entwickelten und bereits erprobten “9 Felder der Digitalen Transformation“. Ein Modell, das einen ganzheitlichen Transformationsansatz ermöglicht und früh ein ganzheitliches Verständnis der Digitalen Transformation bei Projektbeteiligten etabliert.

Die Umsetzung erster Handlungsfelder wurde früh in der Entwicklung der Digitalstrategie initiiert. Daraus ergaben sich “Signalprojekte”, welche u.a. erste “Schnellstart”-Maßnahmen beinhalteten.

Themenspezifische Workshops “Digitale Zukunft”

 

Um die Grundlagen für die Erarbeitung der Digitalstrategie zu komplementieren, haben wir für 6 Themengebiete des SRK jeweils einen Workshop zur „Digitalen Zukunft“ durchgeführt. Dabei wurden sowohl Personen aus den entsprechenden Bereichen des SRK als auch externe Partner für den jeweiligen Workshop eingeladen. Die Workshops fanden größtenteils digital statt.

Zusammen mit den Workshop-Teilnehmer:innen wurden weitere Erkenntnisse zur Veränderung des Umfeldes und der Tätigkeiten des SRK erarbeitet, und erste Ideen für Maßnahmen und neue digitale Angebote abgeleitet. Daraus ergaben sich weitere Handlungsbedarfe, bereits bekannte wurden bestärkt.

Das Ergebnis

Als abschließendes Resultat unserer Arbeit haben wir die “Digitale Agenda” erstellt – welche die Digitalstrategie für die Gestaltung der digitalen Zukunft des SRK darstellt. In dieser wurden für alle Arbeitsbereiche und pro Bereich der 9 Felder der Digitalen Transformation Maßnahmen definiert.

Diese beinhaltete unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Anpassung, Flexibilisierung und Verschlankung der organisationalen Strukturen unter Nutzung der digitalen Möglichkeiten.
  • Förderung einer Fehler- und Feedbackkultur, Etablierung von abteilungsübergreifenden, interdisziplinären Projektteams sowie dazu auf den themenspezifischen Ebenen:
  • Digitale Vermittlungsplattform für Entlastungsdienstleistungen
  • Freiwilligenkoordinationsplattform (Onboarding und Begleitung)
  • Digitales Matching für Freiwillige und Begünstigte
  • Ausbau von Blended Learning Kursangeboten

Ein dualer Ansatz ermöglicht dem SRK, die Digitale Transformation einzelner Bereiche entkoppelt von der Gesamtorganisation umzusetzen und trotzdem die Gesamtorganisation zu berücksichtigen.
Damit die Digitalstrategie in der Organisation besser kommuniziert werden kann, haben wir sie mittels eines Leitsatzes greifbarer gemacht.

“Gemeinsam Digital: Für Mehr Menschlichkeit”.

Dieser Leitsatz bringt die Digitalstrategie kurz und prägnant auf den Punkt, und hebt dabei die Zielsetzung hervor.

 

Agentur Gerhard hat uns als Non-Profit-Organisation sehr gut verstanden und professionell begleitet. Die Zusammenarbeit war unkompliziert und partnerschaftlich – immer mit dem Blick auf nachhaltige Lösungen für mehr Menschlichkeit.

Marcin Wesołowski, Schweizerisches Rotes Kreuz

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