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Digitale Transformation: Definition und Erfolgsgeschichten

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Digitale Transformation Definition

Wenn es einen Begriff gibt, der sämtliche Business-Agenden der letzen Jahre dominiert hat, dann der der „Digitalisierung“. Und mit ihr einher geht die „Digitale Transformation“, in der sich die meisten Unternehmen gerade befinden.

Was genau bedeutet „Digitale Transformation“, welche Erfolgsgeschichten und Ansätze dazu gibt es und was lässt sich daraus lernen?

Definition Digitale Transformation

Während „Digitalisierung“ eine allgemeine technologische Weiterentwicklung bedeutet, die alle Facetten des Lebens betrifft, ist die Digitale Transformation ein Prozess, den eine Organisation durchläuft, um in einer zunehmend durch die Digitalisierung veränderten Welt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Grundsätzlich lässt sich die digitale Transformation einer Organisation bzw. eines Unternehmens in drei Ebenen mit entsprechenden Zielen darstellen:

1. Neue Einnahmequellen schaffen
2. Customer Experience neu definieren/neugestalten
3. Betriebseffizienz steigern

Demnach ist die Digitale Transformation eines Unternehmens nicht – wie oftmals angenommen – als reine Technologisierung von Prozessen und das Nutzen von Tools zu verstehen, sondern vielmehr die Anpassung einer Organisation an neue Marktverhältnisse, bis hin zur Änderung des Geschäftsmodells.

 

Unternehmerische Erfolgsgeschichten digitaler Transformation

Da jedes Unternehmen anders ist, andere Assets hat und sich in einer unterschiedlichen Position am Markt befindet, so ist auch jede digitale Transformation unterschiedlich. Und dennoch hilft es zu verstehen, was andere Organisationen und andere Branchen tun, welche Herausforderungen es gibt, welche Fehler gemacht, aber vor allem, welche Erfolgsgeschichten es gibt.

Dieser Artikel dient als Definition sowie als lebende Sammlung von Erfolgsgeschichten digitaler Transformation.

Lego: Der große digitale Turnaround
Ledo Digitale Transformation

2004 stand Lego kurz vor der Insolvenz – 2018 erzielte man einen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro mit Gewinnen von rund 30 Prozent (EBIT). Wie ist dem Spielzeughersteller aus Dänemark diese erfolgreiche Wendung in letzter Sekunde gelungen?

Das dänische Unternehmen wurde 1932 von Ole Kirk Christiansen gegründet und erlebte vor allem von 1970 bis 1991 eine erfolgreiche Expansion – davon haben bestimmt die meisten Leser profitiert – und erlitt dann aber von 1992 – 2004 einen stetigen Rückgang.

In 2003 und 2004 hatte Lego einen Verlust von rund 400 Million US-Dollar bei gerade mal einer Milliarde US-Dollar Jahresumsatz in 2004.

Unter der Führung von CEO Knudstorp gelang durch einen radikalen Veränderungsplan der Aufwärtstrend:

  • Interne Strukturen wurden umgebaut, um deutlich schlanker und Performance orientierter zu werden.
  • Man fokussierte sich wieder deutlich stärker auf den Einzelhandel als Kunden, und unterstütze dabei Lagerumschlagshäufigkeit und Umsatz zu steigern.
  • und vor allem: Lego wurde zu Plattform für neue Business Modelle

Lego als Plattform für neue Erlösquellen
Im Zuge der Umstrukturierung brachte Lego ebenso seine digitale Transformation ins Rollen und suchte nach neuen Erlösströmen. Man nutze den Wert der Marke für völlig neue Wege: Es entstanden Lego Filme, Mobile Games und Mobile Apps. Alleine der erste Lego Film erziele $468 Millionen Umsatz bei einem Produktionsbudget von gerade mal $60 Millionen.

Und nicht zuletzt verstand es Lego, seine Kunden stärker an sich zu binden, u.a. indem man selbst zu Designern werden konnte: Mit „Digital Designer“ – einem webbasierten 3D Design-Tool.

Walmart: Der drittgrößte IT-Spender der Welt
Walmart Digitale Transformation Beispiel

 

Nach Amazon und Alphabet kommt ein Konzern, der bisher nicht unbedingt für Tech-Investments bekannt war: Walmart. Der US-amerikanische Supermarkt-Riese hatte alleine in 2018 11,7 Milliarden Dollar in Technologie investiert.

Und neben 1.700 Mitarbeiter im Bereich „Digitalisierung“, hatte man für das Board noch 2 Tech-Schwergewichte gewinnen können: den CTO bekleidet nun der ehemalige Vice President von Amazon für Worldwide Retail Systems und den CDO-Titel trägt nun Googles ehemaliger Vice President and general manager of display, video, App-Werbung und Analytics.

Regal-Roboter und in Echtzeit wechselnde Preise

Unter anderem fließt die Investition in sogenannte Autonomes Mobile Robots (AMRs), also selbstfahrende Roboter, die sich um die Regale von Walmart kümmern. Ihr Job ist es, die Regal zu scannen und zu prüfen, ob genug Ware vorhanden ist, ob die Ware richtig positioniert ist und ob die Preiszuordnung stimmt. Schlechtes Bestands-Management führe zu weniger Sales und genau dabei können die Echtzeit-Daten der Roboter entgegenwirken.

Darüber hinaus testet Walmart Preisschilder, die mit einem Display versehen und vor allem online ansteuerbar sind. Dadurch können Preis aufgrund bestimmter Faktoren maximal kurzfristig angepasst werden, ohne Preisschilder auszuwechseln.

Anheuser-Busch InBev: Connected Breweries

Anheuser-Busch InBev (AB InBev) – die große Brauerei-Gruppe der Welt, hat eine B2B Mobile App entwickelt, die Algorithmen nutzt, um verschiedenen Partner im Handel das „Nachschub-Management“ zu erleichtern. Das helfe helfe dem Retail nicht nur bei Bestellungen, sondern die Sales Represantives von (AB InBev) haben dadurch auch mehr Zeit, über neue Produkte und Brands zu informieren.

Darüber hinaus bedient man sich an IoT (Internet of Things), um die Brauereien zu sogenannten „Connected Breweries“ zu verwandeln. Vordergründig, um damit die Qualität, Quantität, Temperaturen und weitere Faktoren einer jeden Charge effektiv monitoren zu können.

Das Wichtigste und gleichzeitig die größte Herausforderung sei es, so der Vice President of Global Solutions, die Technologie wirklich zur Transformation einzusetzen und nicht nur der Technologie wegen.

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Quellen:
e-zigurat.com
cio.com
weforum.org
thelegocasestudy.com

Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Christian Wochagg
Co-Founder and CEO of Agentur Gerhard. On a mission to support companies making better decisions in the digital age.
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