Digitale Transformation ist mehr als nur Digitalisierung von Geschäftsprozessen

Nur ein Drittel der befragten Führungskräfte denken bei Digitalisierung und digitaler Transformation an Business Modelle. Die restlichen zwei Drittel denken an die Digitalisierung der (Geschäfts- und Unternehmens-) Prozesse. Diese Aussage stammt aus einer Befragung der ESCP Business School und des MIT Sloan Center for Information Systems Research, und ist Teil eines spannenden Artikels von Forbes.

Der Artikel stellt bereits im Titel die berechtigte und wichtige Frage:
Wo bleiben die neuen Geschäftsmodelle?

Transformation der Ausführung als noch immer tragendes Element

Auch in Deutschland wird heute unter digitaler Transformation noch vorwiegend Digitalisierung verstanden. Sei es die Digitalisierung von Geschäftsprozessen oder die Digitalisierung der Vermarktung und der Kommunikation mit dem Markt und den eigenen Kunden. Noch viel zu selten wird dabei die Transformation des Geschäftsmodells ins Auge gefasst.

Dies hängt auch damit zusammen – und dies verdeutlicht der Forbes-Artikel exemplarisch – dass die neuen digitalen Möglichkeiten oft nur als Unterstützung für das eigene Geschäft angesehen werden, anstatt sie auch als Grundlage der Transformation des Geschäftsmodells zu verstehen. Beispielsweise wird Big Data und KI in Unternehmen bereits für eine bessere Ausführung von Prozessen und deren Verbesserung verwendet.
Selten sind diese Technologien die Grundlage oder der Kern von neuen Geschäftsmodellen.

Digitalisierung als Grundlage für eine noch stärkere Ausrichtung auf die Konsumenten

«Digitale Business Modelle bringen ihr Unternehmen direkter zu den Konsumenten, wo auch immer diese sind. Ihr Smartphone ist immer mit den Konsumenten, und somit auch ihr Business», [DK1] sagen die Autoren der Studie im Forbes-Artikel.

Diese Aussage verdeutlicht, dass die Digitalisierung von Geschäftsmodellen mit der Digitalisierung des Zugangs beginnt und eine konsequente Ausrichtung auf die bestehenden und zukünftigen Bedürfnisse der Kunden verlangt – wie wir bereits in unserem Artikel zu der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen aufzeigten.

Die IT-Infrastruktur als zentraler Enabler

Eine starke IT-Infrastruktur ist heute ein wichtiger Enabler (Ermöglicher) für ein zukunftsfähiges Business – und sollte deshalb schon lange nicht mehr nur ein Kostenträger im Unternehmen sein. Jedes zukunftsfähige Unternehmen ist im digitalen Zeitalter auch ein Stück weit eine Tech-Firma. Denn die Technologie ist das Rückgrat und der Enabler in einem. Nur wer die neuen Technologien beherrscht und ihre Ausführungen versteht, kann sie auch für darauf basierende, neue Geschäftsmodelle nutzen. Für alle anderen wird die IT-Infrastruktur leider ein kostenintensiver Unternehmensbereich bleiben – der dazu meist den Business-Anforderungen und -Wünschen hinterherhinkt.

«IT follows Business» und «IT enables Business» anstelle «Business, falls die IT es zulässt» (Business follows IT), ist nur möglich, wenn die IT im Unternehmen entsprechend behandelt und gefördert wird.

Forbes-Artikel zum Nachlesen Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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Damian Kirtz
Damian Kirtz
Fokus auf Strategie. Konzeption. Innovation. Immer schweizerisch freundlich, kritisch (hinter-) fragend sowie vernetzt- & querdenkend unterwegs.
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