Social Media Plattformen für Gründer und Gründerinnen

Wie relevant ist Social Media Marketing für junge Unternehmen? Gerade Gründer und Gründerinnen von Start-ups stehen oft vor der Frage: Wie setze ich Social Media Plattformen zukünftig für mein Unternehmen ein? Welchen Impact haben Facebook und Co. für mein Business? Ein kurzer Einstieg in das Thema.

Ist Social Media für junge Unternehmen relevant?

Fast 100 Prozent der deutschen Unternehmen sind auf Social Media Plattformen unterwegs.

Die Top 5 sind natürlich die Klassiker (Stand 2020):

  • Facebook (94%)
  • Instagram (76%)
  • LinkedIN (59%)
  • Twitter (53%)
  • YouTube (53%)

Warum? Bereits 2014 gaben über 60 Prozent der Unternehmen an, dass sich Social Media Aktivitäten für sie lohnen.

Markenführung, Community-Building und die aktive und steuerbare Generierung von Anfragen stehen dabei im Fokus der Social Media Marketing Aktivitäten deutscher Unternehmen.

Nicht zu vergessen ist das Influencer-Marketing, das ja ebenfalls zu einem großen Teil in sozialen Medien stattfindet, denn mehr als jeder fünfte Deutsche (21,6 Prozent / 2020) hat schon einmal ein Produkt gekauft, weil er es zuvor bei einem Influencer gesehen hat. 

Aber wie sieht es für Gründer und Gründerinnen aus? Sollen Start-ups von Anfang an auf Social Media Kanäle setzen?

Welche Social Media Kanäle kommen für Gründer und Gründerinnen prinzipiell in Frage?

Facebook – „No Brainer“ für Gründer und Gründerinnen?

Es ist schnell gesagt, dass Facebook eine „No Brainer“ als Social Media Kanal für Start-ups oder Freiberufler:innen ist. Doch schon lange erreicht man auf Facebook nicht mehr alle Altersgruppen gleichermaßen. Auch die organische Reichweite von Beiträgen hält sich in Grenzen.

Social Media Ads auf Facebook jedoch versprechen von Tag 1 an eine gute Reichweite bei entsprechend guter Aussteuerung. Das Ad-Planning ist also mindestens genauso wichtig wie das Community-Building und die Erstellung von relevanten Inhalten.

Instagram – mehr als bunter Bilder

Instagram – auch zugehörig zu Facebook – bietet schon lange mehr als nette Bilder und ist fast ein Must-Have in jeder Social Media Strategie. Die Nutzerstruktur ist etwas jünger und dynamischer als auf Facebook. Fast jeder/jede Social Media Nutzer:in zwischen 20 und 35 Jahren tummelt sich auf dieser Social Media Plattform.

Aber Vorsicht: Die Zeiten in denen Unternehmen sympathisch und authentisch auf Instagram rüberkamen, wenn die Qualität der Bilder mal nicht 100 Prozent okay war, sind vorüber.

Dafür punktet Instagram als eine der Social Media Plattformen, die auch bereit für Social Commerce ist. Wer beispielsweise als einen Shop betreibt, kann diesen auf Instagram verlängern. Auf diese Weise lassen sich schnell neue Zielgruppen erschließen.

LinkedIn – der neue Liebling

Aktuell gehört LinkedIn wohl zu den neuen Lieblingen unter den Social Media Plattformen. Nicht zu viel Werbung, relevante Beiträge der Community und eine professionelle Tonalität im Umgang untereinander.

Vor allen für Personal Branding aber auch als Vertriebskanal bietet LinkedIn etliche Möglichkeiten für Gründer und Gründerinnen schnell Reichweite zu generieren. Die Zielgruppe liegt vor allem im B2B-Bereich.

LinkedIn hat sich also weiter etabliert und ist nicht mehr länger Liebling der Personalabteilungen, sondern auch gerne gesehen als Vetriebskanal oder als Personal Branding Tool für CEOs und Vorstände.

Warum sollte man als Gründer oder Gründerin hier nicht gleich von Anfang an am Start sein?

Twitter – der ewige Außenseiter

FMCG Marken haben es auf Twitter schwer. Aber immerhin tummeln sich hier die Kommunikatoren der meisten Unternehmen. Twitter ist der Seismograph im Social Media Universum. Hier werden inzwischen Nachrichten gemacht und nicht nur verlängert.

Insofern sollten Start-ups gut überlegen, ob diese direkte Rückkopplung, die auf Twitter stattfindet, wichtig für das eigene Business ist oder nicht.

Gründer und Gründerinnen die auf PR setzen und täglich mit Medien zu tun haben, kommen wahrscheinlich an diesem Social Media Kanal nicht vorbei.

YouTube – das Urgestein mit lebhafter Community

YouTube besitzt eine lebhafte Community. Jedoch muss man diese erst einmal suchen und finden. Hat ein Unternehmen diese Hürde erst geschafft, bietet YouTube viele Möglichkeiten für Content Marketing.

Vor allen für Influencer ist YouTube neben Instagram ein wichtiger Kanal. D.h. als Start-up kann man auch indirekt auf diesen Kanälen aktiv sein, ohne aufwendige (Film) und hochwertigen (Fotos) Contents produzieren zu müssen. Gerade für den Einstige eine Alternative zu teuren Shootings oder aufwendigen Videoproduktionen.

Das Social Media Universum ist größer als Facebook, Instagram und Twitter

Unter den Top 5 sozialen Netzwerken in Deutschland fehlen natürlich einige, die für Gründer und Gründerinnen sehr interessant sein können.

Start-ups mit einer jungen Zielgruppe sollten auf jeden Fall Snapchat, TikTok oder Twitch unter die Lupe nehmen.

Auch Pinterest kann für Gründer und Gründerinnen sehr interessant sein, v.a. für diejenigen, die mit konkrete Produkten handeln oder diese Herstellen. Auf Pinterest wird kuratiert und auch gekauft. Social Commerce macht es möglich.

Messenger wie WhatsApp gehören zwar nicht ganz zu „Social Media“, sind aber im Kontext auch zu erwähnen. Vor allem wer direkten und unmittelbaren Kontakt zu seinen Kundinnen und Kundinnen aufbauen will, sollte sich dem Thema Messenger-Marketing auseinandersetzen.

Die Anzahl etablierter Social Media Plattformen und die entsprechenden Newcomer ist groß. Es gibt viele funktionierende Nischen, aber auch marktspezifische Plattformen wie VKontakte oder WeChat, die für Gründer und Gründerinnen interessant sein können, je nachdem in welchem Markt der Fokus liegt.

Eine Social Media Strategie gibt die Richtung vor

Die strategische Auswahl der Social Media Kanäle für junge Unternehmen ist oft nicht trivial. Es muss genau abgewogen werden, wie die oftmals sehr begrenzten Ressourcen eingesetzt werden sollen.

Welche Plattformen kommen generell in Frage? Welche Themen interessieren die Zielgruppe? Wie können entsprechende Contents aussehen und wie bewirbt man diese?

Gerade am Anfang können diese Fragen dazu führen, dass das Thema „Social Media Marketing“ an Priorität einbüßt. Leider, denn so verschenken vor allem Start-ups die Möglichkeit, in einer relativ geringen Zeitspanne ihre Ziele besser zu erreichen, als dies ohne Social Media Einsatz der Fall ist.

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Quellen:

https://de.statista.com/

https://www.bvdw.org

https://www.bvdw.org/ (pdf.)

Photo by dole777 on Unsplash

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