LinkedIn Marketing Strategie – von der Unternehmensseite hin zum Corporate Influencer

Warum sollten Unternehmen eine LinkedIn-Strategie besitzen?

Mit über 774 Millionen Mitgliedern in mehr als 200 Ländern und Regionen ist LinkedIn ist das größte digitale Business-Netzwerk, auf dem sich Unternehmen und Personen präsentieren können.*

LinkedIn-Nutzerzahlen-Statistiken_Q3-2021

In Deutschland nutzen rund 17 Millionen Menschen das Business Netzwerk. Dazu kommen viele Unternehmensprofile deutscher und internationaler Unternehmen, die sich auf der Plattform profilieren wollen.

Der Kampf um Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit innerhalb von LinkedIn ist schon längst ausgebrochen. Genauso wie Facebook, Twitter oder TikTok regelt das Ausspielen von Inhalten ein Algorithmus, der die Relevanz einzelner Beiträge für einzelne Nutzer*innen bewertet.

Um hier unter der Vielzahl an Inhalten hervorzustechen und vom Algorithmus bevorzugt in der Timeline anderer Nutzer*innen ausgespielt zu werden, bedarf es mittlerweile eben soviel Kreativität, Authentizität und Mehrwert wie auf Instagram und Co.

Es kommt also – wie immer – auf die Qualität der Inhalte an, ob die (kommunikativen) Ziele von Unternehmen auf LinkedIn erreicht werden. Grundlage um auf LinkedIn als Unternehmen oder auch Personenmarke die gesteckten Ziele zu erreichen ist eine LinkedIn-Stategie.

Idealerweise ist die LinkedIn-Strategie in eine übergreifende Social-Media-Strategie eingebettet.

Existiert keine allgemeine Social-Media-Strategie, sollte das Engagement von Unternehmen auf LinkedIn trotzdem geplant und konsistent sein. Losgelöst lohnt es sich also auf jeden Fall, den „Kanal“ separat zu betrachten und sich eine Strategie zurechtzulegen, wie die übergreifenden Unternehmensziele erreicht werden können.

Ziele einer LinkedIn-Strategie

Die Ziele einer LinkedIn-Strategie können vielfältig sein. Je nachdem welche Organisationseinheiten sich für die Nutzung der Plattform entscheiden. Das Pesronalmarketing und Recruiting verfolgen andere Ziele als Marketing, Vertrieb oder Business Development.

In einer idealen Welt setzen sich alle potenziellen Stakeholder an einen Tisch und besprechen die strategischen Eckpfeiler und verabschieden auch gemeinsame Ziele wie beispielsweise:

  • Awareness für die Unternehmensmarke oder ausgewählte Personenmarken generieren
  • Positionierung der Unternehmensmarke schärfen (auch als Arbeitgebermarke)
  • Vertriebsziele wie Leadgenerierung unterstützen
  • Shareholder-Kommunikation (Investor Relations)
  • Business-Netzwerk stärken durch Kontakt- und Beziehungsaufbau (New Business)
  • Active Sourcing und Recruiting
  • Interne Mitarbeiterkommunikation
  • Austausch mit Kunden und Dienstleistern pflegen

Sind die Ziele klar, sollten diese mit der Zielgruppen oder den Zielgruppen und deren Bedürfnissen abgeglichen werden. Bedeutet: Welchen Mehrwert in Form von Inhalten kann das Unternehmen nach außen tragen? Welche Geschichten sollen erzählt werden?

LinkedIn Guide für kompakte Führungskräfte

Whitepaper

Der kompakte LinkedIn-Guide für Führungskräfte.

LinkedIn hat sich in den letzten Jahren vom Business Netzwerk zur mächtigen Plattform weiterentwickelt – für Unternehmen, aber auch für Führungskräfte. Gerade in Zeiten, in denen Thought Leadership und Personal Branding an Relevanz gewinnen, geht es darum, mehrwertige Beiträge zu erstellen und die eigene Sichtbarkeit auszubauen.

Doch was sind die Must-haves für LinkedIn-Aktivitäten mit Traktion? Wie sieht ein Profil aus, das einen Unterschied macht? Und wie erstellt man Inhalte, die einen Mehrwert bieten? In unserem Guide finden Führungskräfte Tipps und Anleitungen für erfolgreiche LinkedIn-Aktivitäten – pragmatisch, zeitsparend, wirkungsvoll.

Wie erreiche ich meine Zielgruppe auf LinkedIn?

Welchen Menschen und Unternehmen verbergen sich hinter den beachtlichen Nutzer*innen-Zahlen von 800 Millionen in 200 Ländern?

  • 57 Prozent der LinkedIn-Nutzer sind Männer und 43 Prozent sind Frauen
  • 76 Prozent der Nutzer von LinkedIn befinden sich außerhalb der USA
  • 59,9 Prozent der Nutzer von LinkedIn sind zwischen 25 und 34 Jahre alt
  • 19,2 Prozent der Millennials (18-24 Jahre alt) nutzen LinkedIn
  • Die Altersgruppe mit den meisten LinkedIn-Nutzern liegt mit 60,1 Prozent zwischen 25 und 34 Jahren
  • 50 Prozent der Internetnutzer mit Hochschulabschluss oder höher nutzen LinkedIn
  • Das durchschnittliche Einkommen eines LinkedIn-Benutzers beträgt derzeit 46.644 US-Dollar pro Jahr
  • Auf LinkedIn gibt es 61 Millionen Influencer und 65 Millionen Entscheidungsträger
  • Schätzungsweise 34 Prozent der jungen Millennials (19-25) und 41 Prozent der älteren Millennials (26-35) haben Entscheidungsverantwortung
  • Auf LinkedIn gibt es 17 Millionen Meinungsführer und 10 Millionen C-Level-Führungskräfte

Wie auf jeder Social Media Plattform bietet auch LinkedIn grundsätzlich zwei Wege, andere Nutzer*innen zu erreichen: organisch oder bezahlt.

Unternehmen haben also die Möglichkeit über organische Beiträge möglichst viel Reichweite zu generieren. Zudem besteht die Möglichkeit, durch LinkedIn-Ads und ein ausgefeiltes Targeting die richtige Zielgruppe zu erreichen.

Eine smarte Kombination beider Wege führt meistens zum Ziel.

Dauerbrenner – organische Reichweite vs. LinkedIn Ads

Die organische Reichweite ist in der Regel relativ begrenzt und aufwendig zu erreichen. Zudem besteht die Gefahr, sich in der eigenen Bubble zu bewegen. Vorteil: Durch gute Inhalte wird die Marke entsprechend positioniert und gewinnt peu à peu auf der Plattform Awareness.

Die bezahlte Reichweite (LinkedIn-Ads) hingegen skalierbar und bietet ein ausgefeiltes und sehr spitzes Targeting an. Perfekt also für die Bedürfnisse von internationalen B2B-Geschäften. Nachteil: Oftmals dauert es, bis man das wirklich passende Targeting gefunden hat.

Je nachdem welche Ziele auf LinkedIn erreicht werden sollen, gewichtet man die beiden Möglichkeiten entsprechend.

LinkedIn bietet aber noch andere Möglichkeiten als Unternehmens- oder Personenmarke sichtbar zu werden.

Welche Lösungen bietet LinkedIn an?

Grundsätzlich besitzt LinkedIn vier Bereiche, in denen sich die Services der Plattform für Unternehmen kategorisieren lassen, um die entsprechende Zielgruppe zu erreichen:

Wie nutze ich LinkedIn als Unternehmen?

Unternehmen können im Wesentlichen auf vier Arten in den Feed der LinkedIn-Nutzer*innen kommen:

  1. Über eine Unternehmensseite, auf der entsprechender Content platziert wird.
  2. Über Corporate Influencer – also Mitarbeiter*innen, die im Sinne des Unternehmens Inhalte auf LinkedIn platzieren oder auch direkt mit anderen Nutzer*innen interagieren.
  3. Gebuchte Werbemittel können v.a. auch Menschen außerhalb der eigenen organischen Reichweite erreichen.
  4. UGC spielt auch auf dieser Plattform eine ernstzunehmende Rolle, zum Beispiel durch das Sharen von Corporate Content durch Nutzer*innen.
LinkedIn Guide für kompakte Führungskräfte

Whitepaper

Der kompakte LinkedIn-Guide für Führungskräfte.

LinkedIn hat sich in den letzten Jahren vom Business Netzwerk zur mächtigen Plattform weiterentwickelt – für Unternehmen, aber auch für Führungskräfte. Gerade in Zeiten, in denen Thought Leadership und Personal Branding an Relevanz gewinnen, geht es darum, mehrwertige Beiträge zu erstellen und die eigene Sichtbarkeit auszubauen.

Doch was sind die Must-haves für LinkedIn-Aktivitäten mit Traktion? Wie sieht ein Profil aus, das einen Unterschied macht? Und wie erstellt man Inhalte, die einen Mehrwert bieten? In unserem Guide finden Führungskräfte Tipps und Anleitungen für erfolgreiche LinkedIn-Aktivitäten – pragmatisch, zeitsparend, wirkungsvoll.

Best Practice LinkedIn Kommunikation

Diese Unternehmen präsentieren sich smart auf LinkedIn

Es ist keine Überraschung, dass global agierende Unternehmensmarken auf LinkedIn überdurchschnittliche viele Follower haben. Die Anzahl der Follower alleine, ist jedoch kein seriöser Maßstab, wenn es um die Erfolgsmessung auf LinkedIn geht. Hier einige Unternehmen, die neben einer beeindruckenden Follower-Anzahl auch mit guten Inhalten punkten, die positiv auf die Unternehmensmarke einzahlen.

Diese Personen nutzen LinkedIn extrem gut

„Personal Branding“ funktioniert auf LinkedIn wahnsinnig gut, weil die Mechaniken der Plattform darauf ausgelegt sind. Einige Nutzer*innen besitzen eine größere Followerschaft als so manche „Big Brands“. Welche Personen nutzen Ihr LinkedIn Profil besonders gekonnt? Hier eine kleine Auswahl.

3 CEOs und Vorständ*innen, die LinkedIn aus Sprachrohr beherrschen

Das Thema „Corporate Influencer“ sollte in keiner LinkedIn-Strategie fehlen! Welche CEOs sind besonders aktiv auf der Business-Plattform? Ich habe mich hier einmal auf den deutschsprachigen Raum begrenzt:

Herbert Diess Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG – mit aktuell knapp 235.000 Follower*innen international gesehen eher ein Leichtgewicht, bedenkt man die Unternehmensgröße von VW.

Tina Müller CEO Douglas Group – knapp 130.000 Follower*innen und wohl eines der bekanntesten deutschen Social Media Gesichtern auf LinkedIn.

Mark Opelt Vorsitzender des Bereichsvorstands OTTO – fast 5.000 Follower*innen. Fällt durch seine Authentizität und Tonalität auf.

Erfolgsmessung auf LinkedIN – welche Zahlen wirklich interessieren sollten

Tipps um auf LinkedIn zu punkten

Eine LinkedIn-Strategie berücksichtigt all die Möglichkeiten der Plattform, um die entsprechenden Unternehmensziele zu erreichen. Das Herzstück dabei ist sicherlich die Content-Strategie, die festlegt, welche Geschichten, welche Werte und welche Produkte/Services auf der Plattform kommuniziert werden und durch wen.

Wie auf allen Social Media Plattformen spielen auch Tonalität, Posting-Frequenz und eine ausgeklügelte Werbestrategie eine wichtige Rolle, um Unternehmens- und Personenmarken im richtigen Licht sichtbar darzustellen.

Hier noch einige Tipps um gut auf LinkedIn dutrchzustarten:

  1. Vergesst die LinkedIn-Strategie nicht. Mögen am Anfang Pioniergeist und Begeisterung einen Schnellstart nahelegen. Es wird sich rächen.
  2. Authentizität ist auch auf LinkedIn der Weg, wirklich von der Community ernst genommen und gesehen zu werden.
  3. LinkedIn ist eine Business-Plattform. „Menscheln“ und einen Einblick ins Privatleben sind erlaubt, aber sollten nicht im Fokus stehen. Cat-Content verboten!
  4. Spontanität ist erlaubt, aber redaktionelle Planung ist unverzichtbar.

Mehr Tipps findet ihr in unserem LinkedIn-Whitepaper für Führungskräfte.

Mehr zum Thema Social-Media-Marketing

*Stand 2021

Quellen:

Kommentieren
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
Me
Zur
ück
Kon
takt