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Was darf Content Marketing kosten?

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Gefühlt sind die Kosten für Inhalte von Content Marketing Maßnahmen hoch

Die Bewertung von Content Marketing Maßnahmen und deren Kosten fällt zuweilen schwer. Meist liegt es daran, dass Kosten/Nutzen nicht ganz klar wird, v.a. wenn die Content Marketing Ziele im Vorfeld nicht geklärt wurden.

Ohne Ziele ist die Messung des Erfolgs von Content Marketing Maßnahmen nicht machbar. Ohne Erfolgsmessung rücken die vermeintlichen hohen Kosten in den Vordergrund.

Klar ist auch, dass redaktionell aufwendig erarbeitete Website-Inhalte eben ihren Preis haben.

Aus dem DFJV-Leitfaden (2018) geht hervor:

Rechnet man hier noch weitere Mehrwerte hinzu, die durch eine Agenturleistung entstehen,

Suchmaschinenoptimierung, Formatentwicklung, Ausrichtung auf bestimmte Zielgruppen, Adaption einer unverwechselbaren Markentonalität und nicht zuletzt das Budget für die Bewerbung von Inhalten in Google oder auf Facebook und Co.

dann wird klar, dass gut gemachtes Content Marketing seinen Preis hat.

Zudem sind die Stundensätze bei sehr spitzen Fachgebieten nochmals höher, was insbesondere bei B2B Unternehmen zum Tragen kommt.

Eine Beispielrechnung aus der Perspektive von Unternehmen, die Content Marketing umsetzen wollen

Mein Kollege Paul Bellows hat vor einiger Zeit eine grandiosen Artikel zum Thema verfasst, den ich hier in Kürze wiedergeben möchte:

Nehmen wir an, ein festangestellter Online-Redakteur mit Branchenkenntnis, vorheriger PR-Agenturerfahrung, Zweisprachigkeit und mit einem Faible für Grafikdesign (zugegeben, viele Eigenschaften, die aber zum Beispiel das Team einer Agentur abdeckt) bekommt 75.000,00 € im Jahr.

Rechnet man 65% Nebenkosten (Büro, Lohnnebenkosten (Arbeitgebeanteil), Bonus, Firmenfeiern, Kaffee und Getränke, Computer, Schreibtisch etc. pp.) dazu, dann liegt man bei Gesamtkosten von 123.750,00 €.

Nehmen wir zudem an, dass wir 220 produktive Tage im Jahr zur Verfügung haben, dann ergeben sich Kosten in Höhe von 562,50 € pro Tag.

Nehmen wir nun an, dass eine Page mit 500 Wörtern inklusive Konzeption, Recherche, dem eigentlichen Verfassen und dem Publizieren ca. 8 Stunden, also einen Arbeitstag in Anspruch nimmt.

Nehmen wir weiter an, dass Redaktionsmeetings, Absprachen, IT Support, Erfolgskontrolle und Qualitätssicherung nochmals 4 Stunden in Anspruch nehmen.

Weiterhin nehmen wir an, der Inhalte einer Seite überdauert im Schnitt 5 Jahre. D.h. ab dem zweiten Jahr benötigen wir 0,5 Tage im Jahr um den Artikel zu aktualisieren, anzupassen und zu optimieren.

Rechnet man diese Annahmen nun zusammen, ergeben sich 3,5 Tage pro Website-Artikel mit 500 Wörtern. Das macht dann 3,5*562,50 € also 1.968,75 €.

Was kostet Content im 5 Jahres Zyklus?

Nutzen wir die Fünfjahres-Logik weiter, dann kostet eine Website mit 1.000 Inhalts-starken Pages 1.000*1.968,75 € also 1.968.750,00 €.

Pro Jahr, also Kosten von 393.750,00 €.

Verzichtet man auf eine Aktualisierung und Optimierung, dann würden noch immer fast 85.000,00 € an Kosten pro Jahr entstehen. Also über 5 Jahre hinweg 425.000,00 € für die Inhalte.

Design follows Content

Die meisten Unternehmen nehmen alle 3-5 Jahre zwischen 50.000,00 € und mehreren Hundert Tausend Euro für eine neue Website in die Hand.

Meistens handelt es sich hier aber „nur“ um die Kosten für Konzeption, UX, Design und Programmierung.

Die Kosten für gute Inhalte – immerhin einer der Haupt-Assets im Zeitalter von Content Marketing, Werbemüdigkeit und Aufmerksamkeitsökonomie fallen hierbei zu oft unter den Tisch:

Since content may well be your biggest service, and therefor your highest value asset, it’s probably better to think about your website renewal project less as a design exercise and more as an exercise in how to generate more value out of the content you’ve spent all that time and money creating. (Paul Bellows)

Und vielleicht der Schlüsselsatz von Paul:

And when you start on a new design project, your best starting point is content inventory and audit. Content is where all the money is secretly going.

Content-Audit

Wir helfen Ihnen, den Überblick nicht zu verlieren!

Die Formel nochmals in Kürze

Salary baseline for your team {S}:

Pages on our website {P}:

Formula: (({S} * 1.65)/220)*(3.5/5)*{P}=$YourAnnualContentSpend

Take away

Natürlich hat diese Formel keinerlei Allgemeingültigkeit. Die Kostenstruktur ist manchmal komplexer, kann aber auch einfach sein.

Trotzdem zeigt das Kalkulationsbeispiel von Paul auf herrlich einfache Weise, wie man sich die Kostenstruktur von Content Marketing Inhalten herleiten kann.

Theoretisch könnte man noch die potenziellen Umsätze dagegen halten, wie man das gewöhnlicherweise im Performance Marketing macht.

Aber das wäre eine andere Geschichte.

Das Original könnt Ihr hier nachlesen.

Photo by Annette Fischer on Unsplash

Reinhardt Neuhold
Manchmal Speaker, meistens Zuhörer. Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer von Agentur Gerhard.
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